27.05.2025
18:00 - 20:00
Dies sind nur drei Beispiele für Slogans oder Begriffe, ال immer wieder in politischen und gesellschaftlichen Debatten um das Begriffsfeld Löhne – Arbeitsplätze – Wirtschaftsstandort in der Bundesrepublik aufgerufen werden. Eine besonders innige Beziehung der Deutschen zur Arbeit soll damit ausgedrückt werden, wobei sich weitere Bedeutungen und vor allem Wertungen in diese Debatten einschleichen.
Besonders seit dem Deutschen Kaiserreich – aber bereits zuvor – lassen sich die ideologischen Wurzeln dieser Vorstellungs- und Wertkonstrukte finden. Was im Nationsbildungsprozess ausschließende bis menschenfeindliche Ideologie ermöglichte, wurde im Nationalsozialismus Antrieb dazu, eine „reine, deutsche Volksgemeinschaft“ herzustellen. Mit Begriffen wie der „Deutschen Arbeit“ oder Slogans wie „Arbeit macht frei“ formulierten Nationalsozialisten nicht nur markige Leitbilder oder zynische Sprüche, بدلا strukturierten so auch ihre Programme der Aussonderung und Vernichtung. Nicht nur, aber zuallererst, waren diese Programme gegen jüdischen Menschen gerichtet und führten zur Shoa.
Nikolas Lelle wird in seinem Vortrag seine langjährigen Forschungsergebnisse zur Geschichte der Vorstellung von „Deutscher Arbeit“ skizzieren und ihre Wirkung bis heute offenlegen. Die Auseinandersetzung mit dem ideologischen Erbe dieser Arbeitsauffassung ist nach Lelle notwendig, ل auch heute „der globalen Formierung der Rechten wie der Krise der Arbeit etwas entgegenzusetzen“.
Nikolas Lelle promovierte in Berlin mit einer sozialphilosophischen Arbeit, ال 2022 unter dem Titel „Arbeit, Dienst und قيادة. Der Nationalsozialismus und sein Erbe.“ erschienen ist. 2024 erschien sein neuestes Buch „»Arbeit macht frei«. Annäherung an eine NS-Devise“. Lelle arbeitet bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.
18:00 - 20:00
مدينة نادي, كاسل
Eine Veranstaltung der 4-Stunden-Liga Kassel
„Deutsche Wertarbeit“
„Deutscher Fleiß“
„Made in Germany“
„Deutscher Fleiß“
„Made in Germany“
Dies sind nur drei Beispiele für Slogans oder Begriffe, ال immer wieder in politischen und gesellschaftlichen Debatten um das Begriffsfeld Löhne – Arbeitsplätze – Wirtschaftsstandort in der Bundesrepublik aufgerufen werden. Eine besonders innige Beziehung der Deutschen zur Arbeit soll damit ausgedrückt werden, wobei sich weitere Bedeutungen und vor allem Wertungen in diese Debatten einschleichen.
Besonders seit dem Deutschen Kaiserreich – aber bereits zuvor – lassen sich die ideologischen Wurzeln dieser Vorstellungs- und Wertkonstrukte finden. Was im Nationsbildungsprozess ausschließende bis menschenfeindliche Ideologie ermöglichte, wurde im Nationalsozialismus Antrieb dazu, eine „reine, deutsche Volksgemeinschaft“ herzustellen. Mit Begriffen wie der „Deutschen Arbeit“ oder Slogans wie „Arbeit macht frei“ formulierten Nationalsozialisten nicht nur markige Leitbilder oder zynische Sprüche, بدلا strukturierten so auch ihre Programme der Aussonderung und Vernichtung. Nicht nur, aber zuallererst, waren diese Programme gegen jüdischen Menschen gerichtet und führten zur Shoa.
Nikolas Lelle wird in seinem Vortrag seine langjährigen Forschungsergebnisse zur Geschichte der Vorstellung von „Deutscher Arbeit“ skizzieren und ihre Wirkung bis heute offenlegen. Die Auseinandersetzung mit dem ideologischen Erbe dieser Arbeitsauffassung ist nach Lelle notwendig, ل auch heute „der globalen Formierung der Rechten wie der Krise der Arbeit etwas entgegenzusetzen“.
Nikolas Lelle promovierte in Berlin mit einer sozialphilosophischen Arbeit, ال 2022 unter dem Titel „Arbeit, Dienst und قيادة. Der Nationalsozialismus und sein Erbe.“ erschienen ist. 2024 erschien sein neuestes Buch „»Arbeit macht frei«. Annäherung an eine NS-Devise“. Lelle arbeitet bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.